5-teilige Video-Dokumentation der Ringvorlesung „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland – Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen”

janne GrotemainLeave a Comment

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Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche Expert_innen mit rechtsextremen und rassistischen Tendenzen in Deutschland auseinandergesetzt. In sechs Vorträgen wurde sich u.a. mit neuen und alten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Strategien und Einflusssphären der Neuen Rechten, Rechtspopulismus, institutionellem Rassismus, der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde, dessen Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft sowie Möglichkeiten der Prävention beschäftigt. Die Reihe wurde vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” (unter Ellens Mitwirkung) organisiert. Fünf der Vorträge wurden auf Video aufgenommen und können nun mit freundlicher Genehmigung der Referent_innen auf elalem angesehen werden.

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Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche Expert_innen mit rechtsextremen und rassistischen Tendenzen in Deutschland auseinandergesetzt. In sechs Vorträgen wurde sich u.a. mit neuen und alten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Strategien und Einflusssphären der Neuen Rechten, Rechtspopulismus, institutionellem Rassismus, der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde, dessen Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft sowie Möglichkeiten der Prävention beschäftigt. Die Reihe wurde vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” (unter Ellens Mitwirkung) organisiert. Fünf der Vorträge wurden auf Video aufgenommen und können nun mit freundlicher Genehmigung der Referent_innen auf elalem angesehen werden.***

Teil I: Micha Brumlik – Neuer und alter Antisemitismus in Deutschland

Micha Brumlik ist emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Publizist. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen neben Erziehungs- und Bildungsfragen (religions)philosophische und gesellschaftspolitische Themen. Von 2000 bis 2005 leitete Micha Brumlik das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt/M., ein Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Seit Oktober 2013 ist er Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Micha Brumlik ist zudem als Gastautor diverser Zeitungen tätig und gibt die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ mit heraus.

Teil II: Wolfgang Gessenharter – Strategien und Einflusssphären der neuen Rechten

Wolfgang Gessenharter ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Fragen der Demokratie und politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere Entwicklungen des Rechtsextremismus und der Neuen Rechten in Deutschland sowie Projekte von Bürgerbeteiligung in Theorie und Praxis.

Teil III: Mehmet Gürcan Daimagüler – Die Aufarbeitung der NSU-Morde in den Untersuchungsausschüssen und im Münchener Gerichtsprozess im Kontext von institutionellem Rassismus

Mehmet Gürcan Daimagüler ist Jurist, Kolumnist und Buchautor. Vom Bundesgerichtshof wurde er zwei der Hinterbliebenenfamilien im Mordprozess gegen die NSU-Terrorzelle beigeordnet und vertritt diese anwaltlich seit der Aufdeckung des NSU im November 2011.

Teil V: Oliver von Wrochem – Institutionelles Handeln im Nationalsozialismus und in der Gegenwart – Mitarbeitende staatlicher Institutionen als Zielgruppe historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten

Oliver von Wrochem ist stellvertretender Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Er leitet das Studienzentrum der Gedenkstätte, das u. a. Fortbildungen für Mitarbeitende staatlicher Institutionen anbietet und dabei historisches Lernen und Menschenrechtsbildung miteinander verknüpft. Von 2005 bis Ende 2008 war Oliver von Wrochem Mitarbeiter der Professur für Neuere Geschichte unter Berücksichtigung Westeuropas an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Er forscht und publiziert zum Nationalsozialismus sowie zur deutschen und europäischen Erinnerungskultur im 20. und 21. Jahrhundert.

Teil VI: Astrid Messerschmidt – Politische Bildung im Kontext von Alltagsrassismus und Rechtspopulismus

Astrid Messerschmidt, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, hat zurzeit eine Gastprofessur an der Technischen Universität Darmstadt mit dem Schwerpunkt Gender/Diversity inne. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind migrationsgesellschaftliche und interkulturelle Bildung, pädagogischer Umgang mit Verschiedenheit und Diskriminierung, zeitgeschichtliche Bildung in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus, kritische Bildungstheorie und geschlechterreflektierende Pädagogik.

 *** Weitere Informationen und Hintergründe zu dieser und den vorangegangenen Ringvorlesungen des „Arbeitskreises Interkulturelle Bildung” gibt es hier.

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Neben den fünf videodokumentierten Vorträgen hat Manuela Bojadžijev einen weiteren Vortrag gehalten. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied am Berliner Institut für empirische Migrations- und Integrationsforschung sowie im Forschungsnetzwerk „Kritische Migrationsforschung“. Als Gründungsmitglied des Netzwerks „Kanak Attak“ sowie in ihrer Dissertation „Die windige Internationale. Rassismus und Kämpfe der Migration“ beschäftigte Sie sich mit Widerstandsformen gegen rassistische Zuschreibungen und Zustände.

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