Briefwahl zur Bundestagswahl: Webseiten aller deutschen Großstädte zur Beantragung der Wahlbriefunterlagen

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Noch ist es nicht zu spät: Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Du am Wahlsonntag, den 24.09.2017, zu Hause bist, beantrage Deine Briefwahlunterlagen jetzt einfach online! Unten findest Du eine Liste mit Links zu allen Webseiten aller 79 Großstädte in Deutschland zur Beantragung der Wahlbriefunterlagen. Das umfasst schon einmal gut 26 Millionen Menschen in Deutschland! Bitte geh’ wählen – ob per Briefwahl oder am 24.09. in deinem Wahllokal um die Ecke. Danke!

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Aufruf: Solidarität mit dem türkischen Journalisten Ahmet Şık!

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Am 30. Dezember wurde Ahmet Şık in Istanbul festgenommen. Şık zählt zu einem der renommiertesten und zugleich regierungskritischsten Journalisten der Türkei. Während unserer politischen Erwachsenenbildungsseminare in Istanbul haben wir in den letzten Jahren mit Ahmet und seiner Frau Yonca Verdioğlu Şık zusammengearbeitet und durften sie persönlich kennenlernen. Wir fühlen uns auch deswegen in diesem Fall besonders in der Verantwortung, um Aufmerksamkeit für das Verfahren zu werben – stellvertretend für die 147 weiteren Journalist_innen, die in der Türkei aktuell eingesperrt sind. Denn Aufmerksamkeit – so unsere Hoffnung – erhöht die Chance auf ein rechtstaatliches Verfahren und macht politische Willkür zumindest schwieriger.

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„Die sind nicht unbedingt auf Schule orientiert“ – Artikel zu Ausprägungen von Rassismus an innerstädtischen Schulen Berlins

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Rassistische Diskriminierung und Gewalt ist in Deutschland für viele Menschen nach wie vor eine Alltagserfahrung. In den letzten Jahren hat sich nicht nur der Verlauf der rassistischen Grenzen in dieser Gesellschaft verändert, sondern auch die Kämpfe um sie haben neue Formen, Ausdrucksweisen und Bewegungen hervorgebracht. Die gerade erschienene Ausgabe des Journals für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung, movements, an der auch Ellen mit einem Beitrag beteiligt ist, thematisiert aktuelle rassistische Formationen in der Bundesrepublik und darüber hinaus. Es werden die komplexen Mechanismen analysiert, in denen Rassismus (re-)produziert wird – häufig, obwohl die damit verbundene Entrechtung und Diskriminierung im Namen von „Vielfalt“ oder „Willkommenskultur“ offiziell abgelehnt wird…

In ihrem Beitrag beschäftigt sich Ellen mit aktuellen Ausprägungen von Rassismus an innerstädtischen Schulen Berlins. Hier beobachtet sie, dass Rassismus sich im Kontext gegenwärtiger Bildungsreformen sowie ‚aktivierender’ Sozial- und Integrationspolitiken auf vielfältige Weise in die Schule einschreibt…

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Buchveröffentlichung: Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt bei Jugendlichen in der (Post)Migrationsgesellschaft

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Um pauschalisierenden Ablehnungen sowie Feindlichkeit und Gewalt u.a. gegen Migrant_innen, Deutsche mit und ohne Migrationsgeschichte, Muslim_innen, Homo- und Transsexuelle, Jüd_innen, Obdachlose sowie Menschen mit Behinderung etwas entgegensetzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen solche Ablehnungshaltungen entstehen. Darum hat Janne zusammen mit drei Kollegen in den letzten Jahren an einem Buch gearbeitet, das pauschalisierende Ablehnungen bei Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte in Deutschland im Detail betrachtet. Das Buch ist gerade erschienen.

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MiGAZIN-Kolumne, Teil II: Wie Rassismus über das Leistungsprinzip aus der Mitte spricht

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Rassismus ist vielfältig. Über unterschiedliche Kanäle, Logiken und Diskurse bahnt er sich seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft. Aktuell findet er besonders über das Leistungsprinzip, das Menschen primär nach ihrem wirtschaftlichen ‚Nutzen’ bewertet, eine sagbare Ausdrucksform – und irritiert darüber mitunter selbst diejenigen, die sich eigentlich gegen rassistische und diskriminierende Zuschreibungen positionieren wollen. Teil II unserer Migazin-Kolumne.

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Teil I unserer Kolumne auf MiGAZIN.de: Diskriminierende und rassistische Sprachgewohnheiten – eine Selbstbeobachtung.

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Die eigene Sprache überdenken, weil sie Rassismen transportiert? Im beruflichen und alltäglichen Umgang mit dieser Frage sind wir häufig auf Abwehr gestoßen. Zum Auftakt unserer neuen MiGAZIN-Kolumne** versuchen wir uns an einer Systematik ‘weißer’ Abwehrstrategien und schlussfolgern: Es fehlt an einer Haltung, in der sich die kritische Reflexion von Sprache mit der Frage nach damit im Zusammenhang stehenden Diskriminierungsverhältnissen verbindet.

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Interview mit NSU-Nebenklage-Vertreterin: „Die Anklageschrift ist falsch! Sie muss auf einen breiteren NSU-Unterstützerkreis ausgeweitet werden“

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Die Hamburger Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin der Familie Taşköprü im NSU-Prozess, Gül Pinar

Ab heute sagen Betroffene des neonazistischen Nagelbombenanschlages vom 9. Juni 2004 auf der Kölner Keupstraße als ZeugInnen im NSU-Prozess aus. Die Strafverteidigerin Gül Pinar begleitet von Beginn an die juristische Aufarbeitung der deutschlandweiten Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds. Im Prozess vertritt sie die Familie des Hamburger Mordopfers Süleyman Taşköprü. Sie ist davon überzeugt, dass es sich beim NSU um ein weitaus größeres Netzwerk handelt als um die derzeit fünf Angeklagten. Mit Hilfe der Recherchen der Antifa haben sie und andere NebenklagevertreterInnen in den vergangenen eineinhalb Jahren zahlreiche Beweisanträge in den Prozess eingebracht, um noch bestehende und aktive Strukturen der extremen Rechten in Deutschland aufzudecken, die mit der Terror-Zelle in Verbindung stehen. Im Interview* mit elalem führt Gül Pinar ihre Beobachtungen und Forderungen aus.

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Ringvorlesung in Hamburg: „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland“ – mit einem Eröffnungsvortrag von Micha Brumlik

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Im Februar startet die öffentliche Vorlesungsreihe „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland” an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, die Ellen gemeinsam mit dem „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” organisiert hat. In sechs Veranstaltungen werden hier erneut rechte und rassistische Tendenzen sowie Präventionsmöglichkeiten in Deutschland beleuchtet. Die Ringvorlesung eröffnen wird am 3. Februar Prof. Micha Brumlik, der in seinem Vortrag neue und alte Erscheinungsformen von Antisemitismus im Kontext der „Proteste gegen Israels Kriegführung gegen Gaza“ beleuchten wird. Ein weiterer Fokus der Vorträge liegt auf institutionellen Formen des Rassismus, wobei unter anderem ein Zwischenfazit zur Aufarbeitung der NSU-Morde im Münchener Gerichtsprozess sowie in den Untersuchungsausschüssen gezogen wird sowie die Bedeutung von politischer Bildung und Interventionsmöglichkeiten im Kontext von Alltagsrassismus und Rechtspopulismus besprochen werden.

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Ankündigung: Politischer Bildungsurlaub in Istanbul – „zwischen Wachstumsdruck und gesellschaftlicher Vielfalt” (bereits ausgebucht)

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Zum dritten Mal in Folge möchten wir uns auch 2015 wieder im Rahmen eines politischen Bildungsurlaubes mit den Geschehnissen rund um Migration und Stadtentwicklung in Istanbul und der Türkei auseinandersetzen. Über den Austausch mit AnwohnerInnen, WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und AktivistInnen vor Ort blicken wir auf vielfältige Formen des Zusammenlebens, sich historisch wie aktuell in Istanbul und der Türkei ereignende Migrations- und Verdrängungsprozesse und erhalten Aufschluss über die Herausforderungen, die sich der Stadt und ihren Menschen im Zuge von Neo-Liberalisierung und Globalisierung stellen. Zentral sind für uns dabei die Perspektiven von politisch, gesellschaftlich und stadträumlich häufig marginalisierten und diskriminierten Gruppierungen wie Geflüchteten, kurdisch, armenisch wie alevitischen Bevölkerungsgruppen, Homosexuellen und Mitgliedern linker oppositioneller Bewegungen. Aktuelle Islam- und Migrations-Diskurse in Deutschland und Europa haben wir dabei stets kritisch im Blick…

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Interview: „Wir brauchen eine stärkere Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus“

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Für die September-Ausgabe von “Migration und Bevölkerung” hat Ellen ein Interview mit dem Anwalt Mehmet Daimagüler geführt, der im NSU-Prozess die Angehörigen zweier Mordopfer vertritt. Ein Jahr nach Prozessbeginn hinterfragt er die Strukturen, die Diskriminierung im Rahmen von Polizeiermittlungen begünstigen, verweist auf den Umgang mit institutionellem Rassismus in Großbritannien und fordert eine unabhängige Anlaufstelle für Diskriminierungsopfer in den Behörden.

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Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Frieden – eine Lesung mit Esther Bejarano

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Esther Bejarano kam 1924 in einer deutsch-jüdischen Familie zur Welt. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und war dort Teil des Mädchenorchesters. Auf einem Todesmarsch 1945 konnte sie fliehen und wanderte später nach Palästina aus. Seit ihrem Umzug nach Hamburg kämpft sie entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus und Rassismus. Im Rahmen der von Ellen mitorganisierten Ringvorlesung “Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland” war Esther Bejarano zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

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Interview: “Der Diskurs über ‘Wirschaftsflüchtlinge’ ist irreführend – er ignoriert all diejenigen, die am meisten von Arbeitsausbeutung in Deutschland betroffen sind”

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Seit dem Jahr 2000 umfasst das Übereinkommen gegen Menschenhandel der Vereinten Nationen neben der sexuellen Ausbeutung von Menschen auch Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind in der Europäischen Union rund 610.000 Personen von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung betroffen, darunter besonders viele Menschen aus Rumänien und Bulgarien. “Das Argument, es gehe diesen Menschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt immer noch besser als in ihren Herkunftsländern, erweist sich häufig als Trugschluss”, sagt Philipp Schwertmann vom „Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“. “Oft verdienen diese Personen gar nichts oder viel weniger als zu Hause, was für sie und ihre Familien fatale Konsequenzen hat.” Für “Migration und Bevölkerung” hat Ellen mit ihm über Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten von Arbeitsausbeutung in Deutschland gesprochen.

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“Genug ist genug!” Drei Fragen – 24 Antworten auf die Gezi-Park-Proteste von unseren Freunden in und außerhalb der Türkei

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Von Freunden in Istanbul und aus anderen Städten der Türkei bekommen wir mit, dass viele der Bilder und Vieos der Proteste auf Druck der türkischen Regierung nicht in den dortigen Medien ausgestrahlt wurden. Die Sozialen Netzwerke haben deshalb eine zentrale Stellung bei der Dokumentation und der Organisation der Occupygezi-Protestbewegung eingenommen: Bilder, Videos, Kommentare und Schauplätze der Proteste wurden veröffentlicht und weiterverbreitet – zum Teil hunderttausendfach. Die internationalen Medien berichten und analysieren derweil häufig aus ihrer Außensicht auf die Ereignisse. Viele dieser Berichte haben wir in den letzten Tagen verfolgt und uns gefragt, wie unsere Freunde – die entweder selbst an den Protesten beteiligt sind, von außerhalb Solidarität mit den DemonstrantInnen zeigen oder aber die Occupygezi-Bewegung (in Teilen) auch skeptisch betrachten – die jüngsten Entwicklungen einordnen…

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“Enough is enough!” Three questions – 24 answers to the Gezi park protests from our friends in and outside of Turkey

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From our friends in Istanbul and other cities in Turkey we know that many of these pictures were not broadcasted in mainstream Turkish media, due to governmental repression. Social Media have thus become vital for the Occupygezi protest movement: Pictures, videos, comments, locations of the protests were published and shared – some of them a hundred thousand times. Meanwhile articles and reports published in international media mostly documented and analyzed the incidents from an outside perspective. We have been following many of these different reports and wondered how our friends – who are currently either actively involved in the protests in Istanbul and Ankara, showing solidarity with the protests from outside or who are criticizing (parts of) the Occupygezi movement – interpret the recent development…

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