Ringvorlesung: „Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland”

bildungmain, oldblogLeave a Comment

Collage_nazisymbolik
Gemeinsam mit ihren KollegInnen vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg organisiert Ellen zurzeit die Ringvorlesung „Systematisch verharmlost – Rechtsextremismus in Deutschland”. In sechs Veranstaltungen werden hier rechte und rassistische Tendenzen sowie Präventionsmöglichkeiten in Deutschland beleuchtet. Besondere Schwerpunkte liegen auf der verschleppten Aufklärung der NSU-Morde durch die Sicherheitsbehörden, auf der Verbreitung rechter Orientierungen im akademischen Feld sowie auf Interventionsstrategien. Eine Lesung der Künstlerin Esther Bejarano, die nicht nur als Zeitzeugin des Holocaust, sondern auch für ihr entschiedenes Engagement gegen jede Form von Rassismus und Rechtsextremismus im Kontext der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft bekannt ist, wird die Vortragsreihe abschließen.
Plakat der HSU-Ringvorlesung 2013

Die Mordserie der NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) hat in Deutschland breite öffentliche Aufmerksamkeit für die erstarkenden rechtsextremistischen und rechtsterroristischen Tendenzen geweckt. Aber politisch rechts motivierte Straf- und Gewalttaten steigen schon seit Längerem an. Neben alltäglichen rechten Übergriffen, die in Ost und West Ängste der Bevölkerung schüren, versuchen Neonazis zunehmend ihre Propaganda auch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung, Schulen, Nachbarschaftsinitiativen und Sportvereine zu tragen. Diese Trends sind nicht allein Ausdruck einer zunehmenden „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ in breiten Teilen der Gesellschaft. Politische Unterlassungen und Fehlentscheidungen, tradierte Orientierungsmuster und Routinen in den Sicherheitsbehörden und anderen staatlichen Bürokratien tragen gerade in ihrem Zusammenwirken zur Normalisierung rechtspopulistischer und rechtsextremer Denk- und Handlungsweisen bei.

Vom 05.02.-25.06.2013 werden an der Helmut-Schmidt-Universtität Hamburg in sechs Veranstaltungen rechte und rassistische Tendenzen sowie Präventionsmöglichkeiten in Deutschland beleuchtet. Besondere Schwerpunkte liegen auf der verschleppten Aufklärung der NSU-Morde durch die Sicherheitsbehörden, auf der Verbreitung rechter Orientierungen im akademischen Feld sowie auf Interventionsstrategien. Alle Interessierten sind zu dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe herzlich eingeladen! Die Vorträge finden monatlich jeweils Dienstag, von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr an der Helmut-Schmidt-Universität statt. Informationen zum Veranstaltungsort und den ReferentInnen gibt es im Flyer und auf unserer Instituts-Homepage.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *