Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Frieden – eine Lesung mit Esther Bejarano

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Esther Bejarano kam 1924 in einer deutsch-jüdischen Familie zur Welt. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und war dort Teil des Mädchenorchesters. Auf einem Todesmarsch 1945 konnte sie fliehen und wanderte später nach Palästina aus. Seit ihrem Umzug nach Hamburg kämpft sie entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus und Rassismus. Im Rahmen der von Ellen mitorganisierten Ringvorlesung “Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland” war Esther Bejarano zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

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Esther Bejarano kam 1924 in einer deutsch-jüdischen Familie zur Welt. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und war dort Teil des Mädchenorchesters. Auf einem Todesmarsch 1945 konnte sie fliehen und wanderte später nach Palästina aus. Seit ihrem Umzug nach Hamburg kämpft sie entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus und Rassismus. Im Rahmen der von Ellen mitorganisierten Ringvorlesung “Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland” war Esther Bejarano zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Sie hat dort aus ihrem Buch gelesen und Fragen des Publikums beantwortet (107 Min.).
Esther Bejarano

Esther Bejarano verleiht ihrem Engagement auch literarisch und musikalisch Ausdruck. Sie ist Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Die VVN-BdA ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen. Das Internationale Auschwitz-Komitee wiederum ist ein Zusammenschluss von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und verfolgt laut eigener Beschreibung das Ziel, “die Welt wissen zu lassen, was im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geschah. Als Vertretung für die Interessen der Überlebenden. Um den Kontakt zwischen den nationalen Auschwitz Komitees zu fördern und zu unterstützen.”

Wir möchten Esther Bejarano für ihr leidenschaftliches Engagement im Kampf gegen den Faschismus danken und wünschen ihr für ihren weiteren Weg viel Kraft, Gesundheit und ein langes Leben!

Wir haben viel zu tun, das muss ich sagen. Und ich möchte euch erst einmal danken, dass ihr mir zugehört habt. Und zweitens: Macht mit im Kampf gegen den Neo-Faschismus. Das möchte ich euch sagen. Bitte! Tut das!Esther Bejarano

Ringvorlesung

Vom 05.02.-25.06.2013 werden an der Helmut-Schmidt-Universtität Hamburg in sechs Veranstaltungen rechte und rassistische Tendenzen sowie Präventionsmöglichkeiten in Deutschland beleuchtet. Besondere Schwerpunkte liegen auf der verschleppten Aufklärung der NSU-Morde durch die Sicherheitsbehörden, auf der Verbreitung rechter Orientierungen im akademischen Feld sowie auf Interventionsstrategien. Alle Interessierten sind zu dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe herzlich eingeladen! Die Vorträge finden monatlich jeweils Dienstag, von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr an der Helmut-Schmidt-Universität statt. Informationen zum Veranstaltungsort und den ReferentInnen gibt es im Flyer und auf unserer Instituts-Homepage.

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