Chimamanda Ngozi Adichie: The danger of a single story

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Die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie will Geschichtenerzählerin sein. Was sie nicht sein will, ist die Erzählerin einer einzigen Geschichte. Denn nur eine einzige Geschichte über Menschen, Länder, Leben zu erzählen, sagt sie, produziert Klischees. Und Klischees sind nach Adichie nichts anderes als unvollständige Geschichten, in denen all die anderen, sich überlappenden, ineinanderfließenden Geschichten, die den Mensch und die Verbindung zwischen Menschen schaffen, ausgeblendet werden.

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Die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie will Geschichtenerzählerin sein. Was sie nicht sein will, ist die Erzählerin einer einzigen Geschichte. Denn nur eine einzige Geschichte über Menschen, Länder, Leben zu erzählen, sagt sie, produziert Klischees. Und Klischees sind nach Adichie nichts anderes als unvollständige Geschichten, in denen all die anderen, sich überlappenden, ineinanderfließenden Geschichten, die den Mensch und die Verbindung zwischen Menschen schaffen, ausgeblendet werden.

Wie Geschichten erzählt werden, wer sie erzählt, wann und wie viele Geschichten erzählt werden ist dabei Sache der Macht — nach Adichie die Fähigkeit, die Geschichte einer anderen Person nicht nur zu erzählen, sondern sie zur maßgeblichen Geschichte dieser Person zu machen. Armut kann dann zur einzigen Geschichte werden, die man mit Afrika verbindet. Und eine schwarze Schriftstellerin ist dann automatisch nicht „authentisch“, wenn sie nicht über Armut in Afrika schreibt. Weil sie die eine Geschichte dann nicht erfüllt. Dass es kein Klischee ist, dass auch Menschen, über die gewöhnlich Klischees produziert werden, auch Klischees haben können, dass Geschichten nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten stiften können, erzählt Adichie im Ted-Talk.

So that is how to create a single story, show a people as one thing, as only one thing, over and over again, and that is what they become.Chimamanda Ngozi Adichie, Juli 2009, TEDGlobal

Danke an Eli W.