Seminarankündigung: Wir organisieren eine Bildungsreise nach Istanbul (für die es leider nur noch Plätze auf der Warteliste gibt…)

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Bildungsurlaub_Istanbul

Istanbul. Eine Stadt mit 15 Millionen Identitäten, die sich als „aufstrebend” vor allem im ökonomischen Sinne versteht. Globalisierung, Migration und Bevölkerungswachstum schaffen neue Formen von Vielfalt, die wir auf einem Bildungsurlaub für „Arbeit und Leben Hamburg” im September entdecken, deren Schattenseiten wir dann zugleich aufspüren wollen. Wir bewegen uns dafür eine Woche lang zwischen zwei Kontinenten, konfrontieren unser Türkei-Bild mit den Realitäten vor Ort und hinterfragen ebenso unsere Perspektive auf die Migrationsgesellschaft und den Islamdiskurs in Deutschland.

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Interview zu Schulprojekt: “Hi Hater!”

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Fidelis Amo-Antwi lebt in Hamburg. Er studiert Englisch und Sozialwissenschaften auf Lehramt. Als Singer-Songwriter ist er in Hamburg unter dem Namen ‚Bursty Burst‘ bekannt, er teilte sich die Bühne schon mit Nneka, Yakoto, Joy Denalane, Erykah Badu und den Fantastischen Vier. Dass sich Lehramtsstudium und Künstlerdasein nicht im Weg stehen müssen, wurde Anfang 2012 bewiesen. Über die Initiative der Lehrerin Susanna Stelljes ist an der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule (GSST) im HamburgOsdorf ein mehrwöchiges Songwriting-Projekt entstanden, in dem die SchülerInnen der Klasse 11a ihrer Identitätsfindung im Englischunterricht Ausdruck verleihen sollten. Im Anschluss an das Projekt ist in Eigenregie des 17-jährigen Schülers Daniel Tayler der Song „Hi Hater“ entstanden, in dem er sich in den “Hatern” dieser Welt entgegenstellt. Tausende haben seitdem sein Video auf Youtube geklickt. Wir haben Fidelis gefragt, was es mit Daniels Song und dem dahinter stehenden Schulprojekt auf sich hat…

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Video-Vortrag: Menschens Kinder! Vom Zusammenhang zwischen Geburtenrate und Religion

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Zwei Vorurteile halten sich hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen. Erstens: „Die weltweite Bevölkerung wächst und wächst – bald werden wir uns gegenseitig die Haare vom Kopf fressen.“ Zweitens: „Für diese Entwicklung sind vor allem einzelne Menschengruppierungen aus ganz bestimmten Regionen dieser Welt verantwortlich. Und dass die so ‘kinderfreudig’ sind, hat etwas mit deren Religion und irgendwie auch mit Tradition zu tun.“ Hans Rosling wollte sich bei diesen Vermutungen nicht aufs Bauchgefühl verlassen. Dafür erschienen dem Professor für Internationale Gesundheit und Direktor der Gapminder-Stiftung* in Stockholm die Konsequenzen dieser möglichen Vorurteile zu gravierend.

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Zur Situation Geflüchteter (Teil II): Eingeteilt und ausgeschlossen – ein Gastessay von Julia Solinski

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16 Bundesländer, eine offene Außengrenze. So stellt sich die Bundesrepublik für einen Großteil der in Deutschland lebenden Menschen dar. Nicht aber für Asylsuchende und Geduldete. 600 Parzellen und ebenso viele geschlossene Grenzen prägen ihren Alltag. Der Grund: die ihnen auferlegte “Residenzpflicht”. Die Konsequenz: Die Betroffenen leben jahrelang isoliert von der restlichen Bevölkerung in schwierigsten sozialen Verhältnissen und oftmals heruntergekommenen Unterkünften. Ein Gastessay von Julia Solinski.

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Zur Situation Geflüchteter (Teil I): „Unbetrauerbar“ und illegalisiert

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Die US-amerikanische Philosophin Judith Butler hat bei der diesjährigen Verleihung des Adorno-Preises eine Rede über die „Unbetrauerbaren“ gehalten. Das sind in ihren Augen auch die, „die ihre Heimat verlassen mussten und heute in Grauzonen“ leben, dort „auf die Aussicht der Legalisierung durch Papiere warten“. Diese „Unbetrauerbaren“ befinden sich zurzeit auf einem Protestmarsch durch Deutschland. Als „Flüchtlinge“ demonstrieren sie für „ein gutes Leben im falschen“. Sie versammeln sich im Protest gegen die ihnen zahlreich auferlegten Einschränkungen von Grundrechten und werden dadurch sichtbar – zumindest für einige, aber längst nicht für alle.

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Antirassistischer EM-Rückblick: EM – Einig Mutterland (Teil 3)

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Die Fußball-EM ist vorbei – möge das bessere Team gewonnen haben. Nicht vorbei aber ist der unsportliche Teil. Denn der braune Morast ist weltweit tiefer verwurzelt als der grüne Kunstrasen in Kiew und Warschau, wie uns auch eine Mitarbeiterin des Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Hamburg bestätigt: „Der extremen Rechten kann nicht alleine repressiv mit staatlichen Mitteln begegnet werden. Ihr muss vor allem eine starke Zivilgesellschaft entgegenstehen, die gerade auch in alltäglichen, vermeintlich unpolitischen Situationen, deutlich macht: Rassismus, Antisemitismus, menschenverachtende Ideologie, das hat bei uns keinen Platz, nicht auf der Straße, nicht im Klassenzimmer, nicht im Sportverein”. Und was macht die UEFA? Sie bringt Bewegung in die Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit der Fußball- und Sportlandschaft.

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Protestrede: „Ich würde euch halt bitten, mir zuzuhören!“

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„Richtet eure Augen auf mich, ich hab auf diesen Moment 20 Jahre lang gewartet. Und ich möchte, dass ihr mir zuhört, weil‘s wichtig ist. Nicht nur für mich, sondern möglicherweise auch für euch“, so Kien Nghi Ha in seiner zwölfminütigen Rede am Samstag, 25. August, auf der Gedenkveranstaltung und Demonstration gegen Rassismus in Rostock-Lichtenhagen. Wir wollen der Aufforderung nachkommen und hören dem Gastprofessor des Asien-Orient-Instituts der Universität Tübingen zu:

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Chimamanda Ngozi Adichie: The danger of a single story

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Die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie will Geschichtenerzählerin sein. Was sie nicht sein will, ist die Erzählerin einer einzigen Geschichte. Denn nur eine einzige Geschichte über Menschen, Länder, Leben zu erzählen, sagt sie, produziert Klischees. Und Klischees sind nach Adichie nichts anderes als unvollständige Geschichten, in denen all die anderen, sich überlappenden, ineinanderfließenden Geschichten, die den Mensch und die Verbindung zwischen Menschen schaffen, ausgeblendet werden.

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Gedenkmarsch: Das Problem heißt Rassismus – 20 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen

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Rassistisch motivierte Angriffe junger Männer auf das von VietnamesInnen bewohnte Sonnenblumenhaus sowie auf die Bereitschaftspolizei in Rostock-Lichtenhagen am 26.08.1992. Dabei konnten sich die teils organisierten, teils trittbrettfahrenden RassistInnen und Nazis immer wieder in eine Masse von bis zu 3.000 Schaulustigen zurückziehen. (c) Martin Langer

In diesen Tagen jährt sich das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Vor 20 Jahren griffen dort um die tausend Jugendlichen und Erwachsenen über fünf Tage mehrere Hochhäuser für AsylbewerberInnen an. Die BürgerInnen wurden von tausenden Schaulustigen bejubelt, während sie – mit Molotowcocktails, Steinen und Baseballschlägern bewaffnet – die unteren Stockwerke der Häuser von Flüchtlingen und VertragsarbeiterInnen in Brand setzten. Das Bündnis „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus“ ruft zu einer Kundgebung und einem Gedenkmarsch in Rostock-Lichtenhagen am kommenden Samstag (25.8.) auf. Dabei gilt es nicht nur an das Pogrom und dessen Folgen zu erinnern, sondern auch die deutschen Zustände im Jahr 2012 zu kritisieren…

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i-Slam: Kanakisierung oder was? – wenn „Dr. Ali“ die Hasspredigt hält

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„Verehrte Gemeinde, herzlich willkommen in unserer Hass‘an-Moschee. Das Thema der heutigen Freitagspredigt lautet: Wie hasst man richtig? Ich muss immer wieder feststellen, dass das einige von euch noch nicht so richtig beherrschen. Die Angebote unserer Moschee sind breit gefächert und nicht nur für unsere Männer attraktiv; nein auch für unsere Frauen und Kinder gibt es Angebote…“

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Veröffentlichung: reisen und davon berichten…

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Broschuere_glokal_koloniale-grueße

“Alles, was wir fotografieren und berichten, ist Teil der Realität, die wir erleben. Allerdings ist sie eben auch nur ein Teil, gesehen und wahrgenommen aus unserer subjektiven und gesellschaftlich geprägten Perspektive.” Eine aktuelle, von der Initiative “glokal” herausgebrachte Broschüre bietet einen Einstieg für alle, die sich Gedanken darüber machen wollen, inwiefern ihre Wahrnehmungen und Berichte über die Welt und die Leute in der Welt in rassistische und koloniale Strukturen verwickelt sind.

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