Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Frieden – eine Lesung mit Esther Bejarano

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Esther Bejarano kam 1924 in einer deutsch-jüdischen Familie zur Welt. 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und war dort Teil des Mädchenorchesters. Auf einem Todesmarsch 1945 konnte sie fliehen und wanderte später nach Palästina aus. Seit ihrem Umzug nach Hamburg kämpft sie entschieden gegen jede Form von Rechtsextremismus und Rassismus. Im Rahmen der von Ellen mitorganisierten Ringvorlesung “Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland” war Esther Bejarano zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

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Artikel: EU-Freizügigkeit – Fakten zur Einwanderung von RumänInnen und BulgarInnen

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Seit Jahresbeginn gilt die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für RumänInnen und BulgarInnen. Im Zuge dessen ist erneut die seit Jahren kontrovers geführte Diskussion um eine angeblich unverhältnismäßige Inanspruchnahme von Sozialleistungen entfacht. Der Blick auf aktuelle Einwanderungs- und Arbeitsmarktszahlen relativiert jedoch die geäußerten Befürchtungen und gibt keinen Grund, auf ein “Missbrauchsproblem” zu schließen. Für “Migration und Bevölkerung” hat Janne diese Zahlen aufbereitet und zentrale Ergebnisse wissenschaftlicher Studien sowie des Abschlussberichts der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft „Armutszuwanderung aus Osteuropa“ zusammengefasst.

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Interview: “Der Diskurs über ‘Wirschaftsflüchtlinge’ ist irreführend – er ignoriert all diejenigen, die am meisten von Arbeitsausbeutung in Deutschland betroffen sind”

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Seit dem Jahr 2000 umfasst das Übereinkommen gegen Menschenhandel der Vereinten Nationen neben der sexuellen Ausbeutung von Menschen auch Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind in der Europäischen Union rund 610.000 Personen von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung betroffen, darunter besonders viele Menschen aus Rumänien und Bulgarien. “Das Argument, es gehe diesen Menschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt immer noch besser als in ihren Herkunftsländern, erweist sich häufig als Trugschluss”, sagt Philipp Schwertmann vom „Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“. “Oft verdienen diese Personen gar nichts oder viel weniger als zu Hause, was für sie und ihre Familien fatale Konsequenzen hat.” Für “Migration und Bevölkerung” hat Ellen mit ihm über Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten von Arbeitsausbeutung in Deutschland gesprochen.

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Dokumentation: 20 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Solingen

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Am 29. Mai 1993 haben vier rechtsextreme Solinger Neonazis bei einem Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç fünf Menschen ermordet und 14 weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt. Hatice Genç, Hülya Genç, Saime Genç, Gürsün İnce und Gülüstan Öztürk starben bei dem rassistischen Anschlag. Ihnen und der gesamten Familie Genç ist eine aktuelle Dokumentation von Mirza Odabaşı gewidmet. In der Dokumentation kommen elf öffentliche Personen zu Wort, die ihre Eindrücke vom Erlebten schildern und auf die heutige Zeit hin, insbesondere die NSU-Morde, reflektieren.

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Interview: „Wir haben ein Problem und das heißt Rassismus“

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Die Türkische Gemeinde in Deutschland sowie zahlreiche weitere Migrantenorganisationen fordern die neue Bundesregierung auf, die bisherige Migrationspolitik in mehreren Punkten zu überdenken. Zentrale Anliegen sind die Anerkennung der doppelten Staatsbürgerschaft sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Rassismus. Für “Migration und Bevölkerung” sprach Janne mit Ayşe Demir, der stellvertretenden Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde Deutschlands, über ihre Forderungen.

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“Genug ist genug!” Drei Fragen – 24 Antworten auf die Gezi-Park-Proteste von unseren Freunden in und außerhalb der Türkei

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Von Freunden in Istanbul und aus anderen Städten der Türkei bekommen wir mit, dass viele der Bilder und Vieos der Proteste auf Druck der türkischen Regierung nicht in den dortigen Medien ausgestrahlt wurden. Die Sozialen Netzwerke haben deshalb eine zentrale Stellung bei der Dokumentation und der Organisation der Occupygezi-Protestbewegung eingenommen: Bilder, Videos, Kommentare und Schauplätze der Proteste wurden veröffentlicht und weiterverbreitet – zum Teil hunderttausendfach. Die internationalen Medien berichten und analysieren derweil häufig aus ihrer Außensicht auf die Ereignisse. Viele dieser Berichte haben wir in den letzten Tagen verfolgt und uns gefragt, wie unsere Freunde – die entweder selbst an den Protesten beteiligt sind, von außerhalb Solidarität mit den DemonstrantInnen zeigen oder aber die Occupygezi-Bewegung (in Teilen) auch skeptisch betrachten – die jüngsten Entwicklungen einordnen…

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“Enough is enough!” Three questions – 24 answers to the Gezi park protests from our friends in and outside of Turkey

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From our friends in Istanbul and other cities in Turkey we know that many of these pictures were not broadcasted in mainstream Turkish media, due to governmental repression. Social Media have thus become vital for the Occupygezi protest movement: Pictures, videos, comments, locations of the protests were published and shared – some of them a hundred thousand times. Meanwhile articles and reports published in international media mostly documented and analyzed the incidents from an outside perspective. We have been following many of these different reports and wondered how our friends – who are currently either actively involved in the protests in Istanbul and Ankara, showing solidarity with the protests from outside or who are criticizing (parts of) the Occupygezi movement – interpret the recent development…

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Vortrag: “Worüber ich verblüfft bin, ist, dass Rassismus in der Institution so einfach hingenommen werden konnte”

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Am Oberlandesgericht München beginnt heute der Mordprozess gegen die rechtsextreme und rassistische Terrorzelle des NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“). Nach Dr. Mehmet Daimagüler, der als Anwalt zweier Hinterbliebenenfamilien am Prozess teilnimmt, geht es dabei um mehr als die Suche nach individuell Verantwortlichen. Der Prozess biete auch die Gelegenheit, sich einem strukturell verankerten Rassismus in Deutschland zuzuwenden. Gemeint sind etablierte rassistische Handlungsweisen und eine Kultur des Übersehens und Wegsehens, die im Zuge der NSU-Aufklärung insbesondere bei den Sicherheitsbehörden wiederholt zum Vorschein treten – was an den Arbeits- und Organisationskulturen von Politik und Institutionen bisher jedoch nichts verändert hat. Im Rahmen der von Ellen mitorganisierten öffentlichen Veranstaltungsreihe „Systematisch verharmlost? Rechtsextremismus in Deutschland“ an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, hat Mehmet Daimagüler von seinen bisherigen Erfahrungen im NSU-Mordprozess berichtet. Sein 60minütiger Vortrag sowie die anschließende 30minütige Diskussion wurden aufgezeichnet und mit freundlicher Genehmigung von Mehmet Daimagüler von uns für elalem verschriftlicht sowie mit weiteren Informationen versehen. Beides kann im Folgenden angehört und mitgelesen werden.

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Video: Rap über die Folgen der Gentrifizierung in Berlin-Kreuzberg

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Die CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa hat am 17.04.2013 in Berlin ihren Online-Medienpreis an raputation.tv verliehen. Raputation.tv ist eine politische Online-Rap-Castingshow, bei der die beste politische Rapperin bzw. der beste politische Rapper gesucht wird. Sie konfrontiert zugleich die nationale und lokale Politik mit den Inhalten des Sprechgesangs und schickt die RaperInnen in den direkten Austausch mit PolitikerInnen.

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Tagungsdokumentation: AfrikaBilder – über Afrika-Diskurse und AlltagsRassismen in Deutschland

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Am 2. Juni 2012 haben Dr. Margrit E. Kaufmann, Maike Koschorreck und Janne eine ganztägige, öffentliche Veranstaltung zum Thema „AlltagsRassismus und Weißseinsreflexion“ im Rahmen der Bremer Tagungsreihe „Afrikabilder: Zum Afrika-Diskurs in deutschen Medien und zum AlltagsRassismus in Deutschland“ organisiert. Die Tagungs-Planung stand im Zeichen zahlreicher Fragen, die die OrganisatorInnen auch in ihrer täglichen Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Thema begleiten: Was haben medial verbreitete AfrikaBilder mit unserem Selbstverständnis als Weiße oder Schwarze zu tun? Was ist unter ‘Rassismus’ zu verstehen und wieso fällt es vielen (Weißen) Menschen schwer, zu erkennen, dass sie rassistische Gedanken hegen und/oder rassistisch handeln? Wenn wir Schwarzsein thematisieren, welche Rolle spielt es dann, Weiß zu sein oder aus einer Weißen Position zu sprechen – wie etwa wir als Organisierende?

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