In Gedenken an die Ermordung Süleyman Taşköprüs durch den „NSU“ – Forderung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Hamburg

janne Grotemain

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Heute jährt sich der Todestag von Süleyman Taşköprü, der am 27. Juni 2001 in der Schützenstraße in Hamburg-Bahrenfeldt vom sog. Nationalsozialistischen Untergrund ermordet wurde. Noch immer sind viele Fragen zum Mord des 31-jährigen Familienvaters unbeantwortet: Wie und von wem wurde Süleyman Taşköprü als Mordopfer ausgewählt? Welche Rolle und Aufgabe hatte die Hamburger Neonazi-Szene im NSU-Komplex und beim Mord an Taşköprü? Warum unterließen Polizei und Staatsanwaltschaft bis 2011 die Verfolgung eines rassistischen Tatmotivs? Die Familie Taşköprü und die Hamburger „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Tasköprü“ fordern, diese und weitere Fragen im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Hamburg und über die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission aufzuklären. Die Forderung, die Ellen als Erstunterzeichnerin mit unterstützt, haben wir hier veröffentlicht.

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Studie zu politischen Reaktionen und Maßnahmen auf die Fluchtmigration nach Deutschland seit 2014

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Im Rahmen seiner Arbeit für die deutsche nationale Kontaktstelle des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN) hat Janne eine neue Studie veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick über staatliche und zivilgesellschaftliche Herausforderungen und Maßnahmen sowie neue nationale und internationale Kooperationen, die seit 2014 in Reaktion auf die Fluchtmigration nach Deutschland initiiert wurden.

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„NSU-Monologe“ und Buchpräsentation an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg

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NSU-Monologe

Gemeinsam mit der Bühne Für Menschenrechte veranstalten Ellen und ihre Kolleg_innen eine Aufführung der “NSU-Monologe”, die am 28. März an der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität stattfindet. Die Aufführung wird gerahmt von einer Vorstellung des gerade erschienenen Sammelbandes zu „Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland“ (siehe unten) sowie einem Publikumsgespräch u.a. mit der Hamburger Rechtsanwältin Gül Pinar, die als Nebenklagevertreterin die Familie des Hamburger Mordopfers Süleyman Taşköprü vertritt und Dr. Oliver von Wrochem, Historiker und Leiter des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

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Neuerscheinung: Sammelband zu „Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland“

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Gemeinsam mit Mechtild Gomolla und Marlene Menk hat Ellen einen Sammelband zu „Rassismus und Rechtsextremismus“ erarbeitet, der nun im Beltz-Verlag erschienen ist. Der Band beschäftigt sich mit unterschiedlichen Facetten von Rassismus und Rechtsextremismus in ihren historischen Kontinuitäten und gegenwärtigen Ausprägungen im Kontext von Globalisierung, aktueller Fluchtmigration, der Herausbildung neuer rechter Bewegungen sowie der Aufarbeitung der NSU-Morde. Einen Schwerpunkt bildet die Verwurzelung rechtsextremer und rassistischer Orientierungs- und Handlungsmuster, Strukturen und Gewaltformen in staatlichen Institutionen und der sogenannten gesellschaftlichen Mitte.

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Ausschreibung: Konzeption und Durchführung von Schulungen zu Antidiskriminierung und Diversitätssensibilisierung im BAMF

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sucht einen Träger oder eine Bietergemeinschaft, die eine neue Schulung zu Antidiskriminierung und Diversitätssensibilisierung konzipieren und durchführen. Die Ausschreibung hat Janne gemeinsam mit Kolleg_innen (u. a. Saliha Kubilay, Florian Knape und dem BAMF-Qualifizierungszentrum) sowie inhaltlicher Beratung von Ellen nach mehrjähriger Vorlaufzeit auf den Weg bringen können. Die Träger bzw. Bietergemeinschaft soll (1.) ein Konzept für die neue Schulung erstellen, (2.) diese Schulung über zwei Jahre (mit der Option auf weitere vier Jahre) im BAMF durchführen und (3.) Trainer_innen innerhalb der BAMF-Belegschaft ausbilden. Im Zentrum der Schulung sollen u.a. die Sensibilisierung für individuelle sowie institutionelle Formen von Diskriminierung und Rassismus stehen. Mehrere Tausend Mitarbeitende sollen so über die kommenden Jahre darin gestärkt werden, den migrationsgesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Bewerbungsfrist ist der 25. Januar 2018. Die Links zu den Ausschreibungsunterlagen finden sich am Ende des Beitrags.

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„Hamburg, die extreme Rechte und der Rassismus der Mitte“ – ein Aktionstag an der Bundeswehr-Universität

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Wie äußern sich Rassismus und Rechtsextremismus in Hamburg? Wie hängen aktuelle rassistische sowie rechtspopulistische Diskurse mit gesellschaftlichen Einstellungsmustern der „Mitte“ zusammen? Welche Ansätze der Intervention und Prävention gibt es bereits in Hamburg? Und wie können wir uns gemeinsam gegen Rassismus/Rechtsextremismus einsetzen und so eine inklusive Stadt und Hochschule stärken? Diesen und weiteren Fragen möchte sich Ellen gemeinsam mit ihren Kolleginnen sowie Studierenden der Hamburger Bundeswehr-Universität im Rahmen eines Aktionstags widmen. Alle Interessierten aus Hamburg und Umgebung sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen!

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Briefwahl zur Bundestagswahl: Webseiten aller deutschen Großstädte zur Beantragung der Wahlbriefunterlagen

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Noch ist es nicht zu spät: Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Du am Wahlsonntag, den 24.09.2017, zu Hause bist, beantrage Deine Briefwahlunterlagen jetzt einfach online! Unten findest Du eine Liste mit Links zu allen Webseiten aller 79 Großstädte in Deutschland zur Beantragung der Wahlbriefunterlagen. Das umfasst schon einmal gut 26 Millionen Menschen in Deutschland! Bitte geh’ wählen – ob per Briefwahl oder am 24.09. in deinem Wahllokal um die Ecke. Danke!

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Studien zu Familiennachzug, humanitären Aufnahmeverfahren und irregulärer Beschäftigung in Deutschland

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Seit Ende vergangenen Jahres sind drei Fokusstudien erschienen, die Janne im Rahmen seiner Arbeit für die deutsche nationale Kontaktstelle des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN) (mit-)verantwortet hat. Thematisch umfassen und dokumentieren sie 1. die Bedigungen für einen Familiennachzug zu Drittstaatsangehörigen nach Deutschland, 2. das Resettlement-Programm sowie die humanitären und privat finanzierten Aufnahmeverfahren in Deutschland sowie 3. Akteure, Präventionsmaßnahmen und Sanktionen bei irregulärer Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen in Deutschland. Alle drei Studien wurden nach ähnlicher Struktur auch in fast allen weiteren EU-Mitgliedstaaten plus Norwegen erstellt. Sie sind gemeinsam mit dem vergleichenden EU-Syntheseberichten Online auf Deutsch und Englisch abrufbar (s. unten).

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Artikel: „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ – Zusammenhänge von Sprache und Rassismus

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Die Diskussion um diskriminierende und rassistische Begriffe und Beschreibungen ist eine heikle Angelegenheit. Gerade von Angehörigen der „Mehrheitsgesellschaft“ wird sie häufig als übertriebene Form der political correctness, als unzulässiger Eingriff in die persönliche Rede- und Meinungsfreiheit, als verleumderischer Rassismusvorwurf, als wichtigtuerisch oder kleinlich empfunden und zurückgewiesen. „Ob nun ‚Farbiger’ oder ‚Schwarzer’, ob ‚Ausländer’ oder ‚Deutsche mit Migrationsgeschichte’ – da gibt es doch wirklich Wichtigeres, als sich mit Begrifflichkeiten oder der (Selbst-)Bezeichnung gesellschaftlicher Gruppen zu beschäftigen“, hören wir in diesem Zusammenhang häufig. In einem aktuell veröffentlichen Beitrag beschäftigen wir uns mit der Frage, warum es dennoch notwendig ist, über individuelle und gesellschaftliche Sprachgewohnheiten im Kontext von Rassismus zu sprechen. Der Beitrag ist Teil des Sammelbandes “Rassismuskritik”, der vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.) herausgegeben wurde und noch viele weitere spannende und relevante Beiträge enthält (näheres hierzu siehe am Ende dieses Artikels).

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Aufruf: Solidarität mit dem türkischen Journalisten Ahmet Şık!

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Am 30. Dezember wurde Ahmet Şık in Istanbul festgenommen. Şık zählt zu einem der renommiertesten und zugleich regierungskritischsten Journalisten der Türkei. Während unserer politischen Erwachsenenbildungsseminare in Istanbul haben wir in den letzten Jahren mit Ahmet und seiner Frau Yonca Verdioğlu Şık zusammengearbeitet und durften sie persönlich kennenlernen. Wir fühlen uns auch deswegen in diesem Fall besonders in der Verantwortung, um Aufmerksamkeit für das Verfahren zu werben – stellvertretend für die 147 weiteren Journalist_innen, die in der Türkei aktuell eingesperrt sind. Denn Aufmerksamkeit – so unsere Hoffnung – erhöht die Chance auf ein rechtstaatliches Verfahren und macht politische Willkür zumindest schwieriger.

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„Die sind nicht unbedingt auf Schule orientiert“ – Artikel zu Ausprägungen von Rassismus an innerstädtischen Schulen Berlins

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In den letzten Jahren hat sich nicht nur der Verlauf der rassistischen Grenzen in dieser Gesellschaft verändert, sondern auch die Kämpfe um sie haben neue Formen, Ausdrucksweisen und Bewegungen hervorgebracht. Die gerade erschienene Ausgabe des Journals für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung, movements, an der auch Ellen mit einem Beitrag zu Ausprägungen eines ‘racial neoliberalism’ an innerstädtischen Schulen Berlins beteiligt ist, thematisiert aktuelle Ausprägungen von Rassismus in der Bundesrepublik und darüber hinaus…

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Fachtagung: „Schule – Rassismus – Stadt. Institutionelle Diskriminierung in Berliner Schule und Nachbarschaft“ am 16./17. September in Berlin

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Gemeinsam mit Kolleginnen hat Ellen im letzten Jahr die Initiative „Schule – Rassismus – Stadt“ gegründet, die zur Auseinandersetzung mit institutioneller Diskriminierung in Berliner Schulen und Nachbarschaften anregen möchte. Zusammen mit lokalen Bildungsinitiativen, Schulen, Jugendlichen und Eltern möchte die Initiative hinsichtlich diskriminierender wie rassistischer Verhältnisse und dessen Konsequenzen auf den Berliner Schul- und Lebensalltag sensibilisieren, bereits bestehende Handlungsansätze in diesem Feld stärken sowie die Vernetzung vor Ort fördern. Diese Ziele stehen auch im Mittelpunkt einer Fachtagung, die die SRS-Initiative aktuell für Schüler_innen, (angehende) Lehrer_innen und Eltern organisiert und die im September in Berlin-Kreuzberg stattfinden wird. Das Tagungsprogramm steht nun online, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

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Buchveröffentlichung: Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt bei Jugendlichen in der (Post)Migrationsgesellschaft

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Um pauschalisierenden Ablehnungen sowie Feindlichkeit und Gewalt u.a. gegen Migrant_innen, Deutsche mit und ohne Migrationsgeschichte, Muslim_innen, Homo- und Transsexuelle, Jüd_innen, Obdachlose sowie Menschen mit Behinderung etwas entgegensetzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen solche Ablehnungshaltungen entstehen. Darum hat Janne zusammen mit drei Kollegen in den letzten Jahren an einem Buch gearbeitet, das pauschalisierende Ablehnungen bei Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte in Deutschland im Detail betrachtet. Das Buch ist gerade erschienen.

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5-teilige Video-Dokumentation der Ringvorlesung „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland – Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen”

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Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche Expert_innen mit rechtsextremen und rassistischen Tendenzen in Deutschland auseinandergesetzt. In sechs Vorträgen wurde sich u.a. mit neuen und alten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Strategien und Einflusssphären der Neuen Rechten, Rechtspopulismus, institutionellem Rassismus, der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde, dessen Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft sowie Möglichkeiten der Prävention beschäftigt. Die Reihe wurde vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” (unter Ellens Mitwirkung) organisiert. Fünf der Vorträge wurden auf Video aufgenommen und können nun mit freundlicher Genehmigung der Referent_innen auf elalem angesehen werden.

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