Fachtagung: „Schule – Rassismus – Stadt. Institutionelle Diskriminierung in Berliner Schule und Nachbarschaft“ am 16./17. September in Berlin

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Gemeinsam mit Kolleginnen hat Ellen im letzten Jahr die Initiative „Schule – Rassismus – Stadt“ gegründet, die zur Auseinandersetzung mit institutioneller Diskriminierung in Berliner Schulen und Nachbarschaften anregen möchte. Zusammen mit lokalen Bildungsinitiativen, Schulen, Jugendlichen und Eltern möchte die Initiative hinsichtlich diskriminierender wie rassistischer Verhältnisse und dessen Konsequenzen auf den Berliner Schul- und Lebensalltag sensibilisieren, bereits bestehende Handlungsansätze in diesem Feld stärken sowie die Vernetzung vor Ort fördern. Diese Ziele stehen auch im Mittelpunkt einer Fachtagung, die die SRS-Initiative aktuell für Schüler_innen, (angehende) Lehrer_innen und Eltern organisiert und die im September in Berlin-Kreuzberg stattfinden wird. Das Tagungsprogramm steht nun online, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

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Buchveröffentlichung: Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt bei Jugendlichen in der (Post)Migrationsgesellschaft

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Um pauschalisierenden Ablehnungen sowie Feindlichkeit und Gewalt u.a. gegen Migrant_innen, Deutsche mit und ohne Migrationsgeschichte, Muslim_innen, Homo- und Transsexuelle, Jüd_innen, Obdachlose sowie Menschen mit Behinderung etwas entgegensetzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen solche Ablehnungshaltungen entstehen. Darum hat Janne zusammen mit drei Kollegen in den letzten Jahren an einem Buch gearbeitet, das pauschalisierende Ablehnungen bei Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte in Deutschland im Detail betrachtet. Das Buch ist gerade erschienen.

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5-teilige Video-Dokumentation der Ringvorlesung „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland – Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen”

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Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche Expert_innen mit rechtsextremen und rassistischen Tendenzen in Deutschland auseinandergesetzt. In sechs Vorträgen wurde sich u.a. mit neuen und alten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Strategien und Einflusssphären der Neuen Rechten, Rechtspopulismus, institutionellem Rassismus, der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde, dessen Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft sowie Möglichkeiten der Prävention beschäftigt. Die Reihe wurde vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” (unter Ellens Mitwirkung) organisiert. Fünf der Vorträge wurden auf Video aufgenommen und können nun mit freundlicher Genehmigung der Referent_innen auf elalem angesehen werden.

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MiGAZIN-Kolumne, Teil III: „Die Flüchtlinge“, „die Rassisten“ und „Wir“ – zu den Ambivalenzen im aktuellen Flüchtlingsdiskurs

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Die vehemente Verurteilung der verbalen und gewaltvollen Übergriffe auf Geflüchtete, die zivilgesell-schaftliche Solidarität, mit der Geflüchtete an Bahnhöfen, in Vereinen und Nachbarschaften Willkom-men geheißen werden, die kleinen und großen Gesten privater Flüchtlingshilfe – all dies sind wichti-ge Signale gegen rassistische Hetze und Abschreckungspolitik. Der Flüchtlingsdiskurs bleibt dennoch ambivalent und lässt sich aktuell an mindestens drei Fragen diskutieren: Wann verfehlen Positionie-rungen ‚gegen Rechts’ das Ziel, rassistische Verhältnisse in der Gesellschaft aufzubrechen? Wann läuft das private Engagement im Flüchtlingsbereich Gefahr, politisches Handeln zu ersetzen? Und welche Schwierigkeiten gehen mit der Konjunktur des ‚Helfer-Wirs’ einher? Eine Gratwanderung. Teil III unserer MIGAZIN-Kolumne.

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Kommentar: Wenn die Vereinten Nationen von Rassismus sprechen – und Deutschland nicht

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Im Mai wurde die Anti-Rassismus-Politik Deutschlands durch die internationale Gemeinschaft umfassend beleuchtet. Die Bundesregierung hatte dem Anti-Rassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen in Genf ihren turnusgemäßen Staatenbericht zur Umsetzung des internationalen Übereinkommens gegen rassistische Diskriminierung vorgelegt. Obwohl der Ausschuss diesbezüglich auf akute gesellschaftliche Problemlagen hingewiesen hat, fristet das Übereinkommen auch fast ein halbes Jahrhundert nach dessen Unterzeichnung in Deutschland ein Schattendasein. Was hat das Schweigen über die Anti-Rassismus-Konvention hierzulande mit dem allgemeinen gesellschaftlichen Schweigen über Rassismus zu tun? Ein Kommentar, den Ellen für die aktuelle Ausgabe von „Migration und Bevölkerung” verfasst hat.

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MiGAZIN-Kolumne, Teil II: Wie Rassismus über das Leistungsprinzip aus der Mitte spricht

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Rassismus ist vielfältig. Über unterschiedliche Kanäle, Logiken und Diskurse bahnt er sich seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft. Aktuell findet er besonders über das Leistungsprinzip, das Menschen primär nach ihrem wirtschaftlichen ‚Nutzen’ bewertet, eine sagbare Ausdrucksform – und irritiert darüber mitunter selbst diejenigen, die sich eigentlich gegen rassistische und diskriminierende Zuschreibungen positionieren wollen. Teil II unserer Migazin-Kolumne.

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Teil I unserer Kolumne auf MiGAZIN.de: Diskriminierende und rassistische Sprachgewohnheiten – eine Selbstbeobachtung.

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Die eigene Sprache überdenken, weil sie Rassismen transportiert? Im beruflichen und alltäglichen Umgang mit dieser Frage sind wir häufig auf Abwehr gestoßen. Zum Auftakt unserer neuen MiGAZIN-Kolumne** versuchen wir uns an einer Systematik ‘weißer’ Abwehrstrategien und schlussfolgern: Es fehlt an einer Haltung, in der sich die kritische Reflexion von Sprache mit der Frage nach damit im Zusammenhang stehenden Diskriminierungsverhältnissen verbindet.

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Interview: „Es geht uns nicht um die Zahl von Kirchenasylen, sondern um die Menschen“

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Beim Kirchenasyl werden Geflüchtete ohne rechtmäßigen Aufenthaltsstatus von Kirchengemeinden beherbergt, um in Härtefällen eine Abschiebung zu verhindern und die erneute Prüfung des Asylantrags zu erreichen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den Kirchen zuletzt vorgeworfen, sich mit dieser Praxis über geltendes Recht zu stellen, und damit eine Debatte um eine Verschärfung des Kirchenasyls eingeleitet. Für „Migration und Bevölkerung“ hat Ellen mit der Pastorin und Vorsitzenden der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“, Dietlind Jochims, über die Hintergründe der Diskussion gesprochen.

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Interview mit NSU-Nebenklage-Vertreterin: „Die Anklageschrift ist falsch! Sie muss auf einen breiteren NSU-Unterstützerkreis ausgeweitet werden“

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Die Hamburger Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin der Familie Taşköprü im NSU-Prozess, Gül Pinar

Ab heute sagen Betroffene des neonazistischen Nagelbombenanschlages vom 9. Juni 2004 auf der Kölner Keupstraße als ZeugInnen im NSU-Prozess aus. Die Strafverteidigerin Gül Pinar begleitet von Beginn an die juristische Aufarbeitung der deutschlandweiten Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds. Im Prozess vertritt sie die Familie des Hamburger Mordopfers Süleyman Taşköprü. Sie ist davon überzeugt, dass es sich beim NSU um ein weitaus größeres Netzwerk handelt als um die derzeit fünf Angeklagten. Mit Hilfe der Recherchen der Antifa haben sie und andere NebenklagevertreterInnen in den vergangenen eineinhalb Jahren zahlreiche Beweisanträge in den Prozess eingebracht, um noch bestehende und aktive Strukturen der extremen Rechten in Deutschland aufzudecken, die mit der Terror-Zelle in Verbindung stehen. Im Interview* mit elalem führt Gül Pinar ihre Beobachtungen und Forderungen aus.

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